Im Chablis zu Hause
Louis und Catherine Poitout, kurz L&C Poitout, stammen beide aus Winzerfamilien des kleinen französischen Dorfs #Chablis, nach dem auch die berühmte Weinbauregion benannt ist. Catherine bekam ihren ersten Weinberg 1988 von ihrem Vater geschenkt, 1 Hektar groß in der Parzelle Sur le Clos, wo noch heute die Trauben für ihren #Petit Chablis herkommen. Auch der Vater von Louis ist Winzer, er arbeitete über 35 Jahre lang an der Spitze eines großen Weinguts in Chablis.
Michael Liebert war Ende Februar in Paris auf einem großen Branchentreffen der französischen Winzer. Er hat dort viele Chablis verkostet, da 2022 ein toller Jahrgang für die Region ist. Am Ende waren es doch wieder die Weine von Catherine und Louis, die ihn am meisten überzeugt haben.

Sie bauen alle ihre Weine getrennt nach Parzellen aus. Sogar beim Petit Chablis geben sie die Herkunft an. So gibt es überraschend viele verschiedene Weine. Jeder ist ein bisschen anders und gerade die 2022er sind alle toll. Am Ende der Verkostung hat Louis noch eine ganz spezielle Flasche ausgepackt.
Wurzelechte Reben aus Chablis – Franc de Pied
Wurzelecht heißt, die Rebstöcke wurden vor der #Reblaus Plage gepflanzt. Die Reblaus zerstörte am Ende des 19. Jahrhunderts fast alle Weinberge in Chablis bzw. Europa. Seit dieser Zeit bestehen ALLE Rebstöcke aus zwei Teilen: Einem amerikanischen Unterbau, da die Wurzeln der amerikanischen Rebstöcke unempfindlich sind gegen die Reblaus und darauf werden die alten europäischen Rebsorten aufgepfropft.
Es gibt nur noch wenige Parzellen in Europa mit Rebstöcken vor dieser Zeit. Und Louis ist durch Zufall eine kleine Parzelle wurzelechter, also noch mit dem ursprünglichen Chardonnay bepflanzt, in den Schoß gefallen. Aber lesen Sie selbst:

L&C Poitout – Petit Chablis 2022 Franc de Pied
“Der Wein ist toll und doch habe ich aus
Respekt auf eine Bewertung verzichtet. Eine solcher Wein ist nicht mit einer Zahl greifbar zu machen. Wie nähert man sich einer solchen Flasche? Es ist nur eine Petit Chablis und doch hat es einen unglaublichen Reiz, eine solche Flaschen zu öffnen…”, meint Michael Liebert
